Offizielle Daten der EZB
Alle Zahlen auf euribor-rates.info sind offizielle Daten der Europäischen Zentralbank und des Eurosystems. Die Tageswerte sind die amtlichen Euribor-Fixings, wie sie von der EZB veröffentlicht werden; sie liegen ab Januar 2006 vor. Die Monatsdurchschnitte ab 1999 stammen aus dem EZB-Datenportal, dem statistischen Dienst der EZB, und dienen zugleich als Gegenprobe für die hier berechneten Durchschnitte. Festgestellt wird der Euribor von EMMI; die EZB veröffentlicht die Werte mit der üblichen Verzögerung von 24 Stunden.
Die Datenbank dieser Website reicht derzeit vom 2. Januar 2006 bis zum 4. September 2026 und enthält 5307 Geschäftstage mit jeweils fünf Laufzeiten. Vor 2006 werden auf den Jahresseiten die offiziellen Monatsdurchschnitte der EZB angezeigt, weil für diese Jahre keine amtlichen Tageswerte vorliegen.
Es wird nichts direkt von EMMI bezogen. Jeder neue Wert wird vor der Veröffentlichung auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft.
Wie Monats- und Jahresdurchschnitte berechnet werden
Der Monatsdurchschnitt einer Laufzeit ist das arithmetische Mittel aller Tageswerte, die in diesem Monat festgestellt wurden. Ein Monat mit 21 Geschäftstagen hat also 21 Werte, deren Summe durch 21 geteilt wird. Wochenenden und die europaweiten Feiertage, an denen kein Euribor festgestellt wird, zählen nicht mit, weil es für sie keinen Wert gibt.
Der Jahresdurchschnitt wird auf dieselbe Weise aus allen Tageswerten des Jahres gebildet. Tief und Hoch eines Jahres oder Monats sind der niedrigste und der höchste Tageswert in diesem Zeitraum, jeweils mit Datum.
Solange ein Monat läuft, zeigt die Website einen vorläufigen Durchschnitt aus den bisher vorliegenden Tagen. Erst mit dem letzten Geschäftstag des Monats ist der Wert vollständig. Wenn Ihr Kreditvertrag auf den Monatsdurchschnitt abstellt, ist der vollständige Wert maßgeblich, nicht der vorläufige.
Implizite Forward-Sätze
Auf der Prognoseseite werden aus den fünf Laufzeiten eines Tages implizite Forward-Sätze abgeleitet, zum Beispiel der 3-Monats-Satz in 3 Monaten. Die Formel ist die einfache Geldmarktrechnung ohne Zinseszins innerhalb der Laufzeit: Aus dem längeren und dem kürzeren Satz wird berechnet, welcher Zins für den Zeitraum zwischen den beiden Fälligkeiten in der heutigen Kurve enthalten ist. Diese Sätze sind eine Umformung der heutigen Werte, keine Vorhersage. Die Prognoseseite erklärt die Formel und ihre Grenzen ausführlich.
Bekannte Abweichungen zu den offiziellen Monatsdurchschnitten
Der hier berechnete Monatsdurchschnitt und der im EZB-Datenportal veröffentlichte stimmen fast immer überein. In einzelnen Monaten weichen sie um einen oder zwei Hundertstelpunkte ab. Der größte bekannte Fall ist der 12-Monats-Euribor im März 2022 mit einem Unterschied von 0,014 Prozentpunkten.
Solche Abweichungen entstehen, wenn ein Durchschnitt aus anders gerundeten oder anders abgegrenzten Tageswerten gebildet wird. Auf den Monatsseiten wird deshalb neben dem eigenen Durchschnitt auch der EZB-Wert genannt, damit Sie beide vergleichen können. Wenn Ihr Vertrag auf einen bestimmten veröffentlichten Durchschnitt verweist, gilt dieser.
Die 24-Stunden-Verzögerung
EMMI stellt den Euribor gegen 11:00 Uhr MEZ fest. Die EZB veröffentlicht ihn erst am folgenden Tag. Diese Website übernimmt den Wert eines Tages daher am nächsten Geschäftstag, sobald er in den offiziellen Daten vorliegt. Der neueste Wert hier ist folglich meist einen Geschäftstag alt. Für Stichtagsregelungen in Kreditverträgen ist das unerheblich, weil der Wert eines bestimmten Datums nachträglich nicht mehr verändert wird.
Was Sie tun können, wenn eine Zahl nicht stimmt
Sollten Sie eine Abweichung zwischen dieser Website und einer amtlichen Veröffentlichung bemerken, schreiben Sie an team@voittovirta.com und nennen Sie Datum, Laufzeit und Quelle. Korrekturen werden nach Prüfung in die Datenbank übernommen und auf allen betroffenen Seiten angezeigt.